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Unsere Mannschaft
Unsere Mannschaft
Wolfgang Ebel (Läufer),
Bernhard Fritsch (Fahrradfahrer)
und Axel Gehrbrandt (Schwimmer)
v.l.n.r.
 

vor dem Start


 

Start


 

Schmimmen


 

Schmimmen


 

Hasse-See


 

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Motorenforscher am Limit bestehen Hitzeschlacht am Hasse-See

Am 19.Juli 2014 war es wieder soweit, der Triathlon Club Merseburg hatte zum mittlerweile 8. Mitteldeutschen Firmenteam Triathlon nach Roßbach an der Hasse eingeladen. Insgesamt 101 Teams aus der Region Merseburg sowie den umliegenden Landkreisen sind dem sportlichen Aufruf gefolgt und freuten sich auf einen spannenden Vergleich mit den anderen Teilnehmern. Bei ihrer Anmeldung in den vorangegangenen Wochen und Monaten konnte noch keines der Firmenteams erahnen, welche besondere Herausforderung der diesjährige Wettkampf für die Sportler bereithalten sollte.

Auch in diesem Jahr trat das WTZ-Team: „Motorenforscher am Limit“ mit veränderter Aufstellung beim Mitteldeutschen Firmenteam Triathlon an. Unser Mitarbeiter Bernhard Fritsch verfügt bereits über Triathlonerfahrung und ging wie auch schon im vergangenen Jahr als Radfahrer an den Start. Durch seine Teilnahme an diversen Volksläufen kann auch unser Kollege Wolfgang Ebel sportliche Erfolge vorweisen und unterstützte das WTZ-Team als Läufer. Zur Komplettierung des Firmenteams konnte in allerletzter Minute der ambitionierte Hobbysportler und WTZ-Bachelorand Axel Gehrbrandt als Schwimmer gewonnen werden.

Als besondere Herausforderung in diesem Jahr durften wohl die für den Wettkampftag angekündigten rekordmäßig hohen Temperaturen gelten. Von den Wetterexperten wurden bereits in den Tagen zuvor Temperaturen von weit mehr als 30°C prognostiziert und sie sollten Recht behalten. Was für die anwesenden Zuschauer und Badegäste mitunter angenehm und bei entsprechend wenig Bewegung durchaus erträglich erscheint, bedeutet für die Sportler eine extrem hohe zusätzliche Belastung. Deshalb war es dem Veranstalter auch ein wichtiges Anliegen, die Teilnehmer in der zentralen Wettkampfbesprechung, neben den allgemeinen Wettkampfregeln, auf die ausreichende Zufuhr von Wasser hinzuweisen.

Im Anschluss an die Wettkampfbesprechung ging es an den Sandstrand des Hasse-Sees, wo sich das Teilnehmerfeld, insbesondere die Schwimmer, auf den Start vorbereitete. Die wenigen Minuten unmittelbar vor dem Start bieten den Firmen-Team Mitgliedern die letzte Gelegenheit, um sich in ihrer Wettkampftaktik abzustimmen. Unter den Augen von zahlreichen (Bade-) Gästen und Sponsoren wurde der Startschuss pünktlich um 11.00 Uhr traditionell vom Oberbürgermeister der Stadt Merseburg, Herrn Jens Bühligen gegeben.

Hier nun die persönlichen Eindrücke unserer WTZ-Sportler:

Als Schwimmer konnte ich mich angesichts der Rekordtemperaturen auf den vermeintlich angenehmeren Teil des Firmenteam Triathlons freuen. Unmittelbar vor dem Start begab ich mich noch einmal in den wohltemperierten See, um ein paar Schwimmmeter zu absolvieren und um meinen Körper an das Wasser zu gewöhnen. Wie man unschwer an dem Heer an gelben Badekappen der Teilnehmer sehen konnte, war ich nicht der Einzige, der diese Idee hatte.

Um dem Gedränge beim Start aus dem Weg zu gehen, positionierte ich mich in der Startaufstellung ganz bewusst am hinteren Rand des Feldes. 3, 2, 1, Start und der Wust an Schwimmern stürzte sich in die Fluten. Schnell erkannte ich, dass sich meine Taktik als die Richtige erwies, denn da sich am Rand des Feldes weniger Schwimmer befanden, konnte ich bis zur ersten Wendeboje einige Plätze gutmachen. Das Teilnehmerfeld zog sich schnell in die Länge und ich musste mich zurücknehmen, denn ich wusste, die zweite Runde würde noch hart genug werden. Als ich nach der ersten Runde aus dem Wasser kam und mit meinen weichen Beinen durch den Sand stampfte, war mir die Anstrengung buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Aber ich spürte noch Reserven in mir und stürzte mich für die zweite und letzte Runde in den See. Jetzt hieß es für mich noch einmal Vollgas geben, durchhalten und ja nicht abreißen lassen. Von der Anstrengung sichtlich gezeichnet kam ich aus dem Wasser und rannte über den Strand den Hang zum Wechselgarten mit gefühlten 20 kg Blei in den Beinen hinauf. Erstaunlicherweise konnte ich selbst beim Bergaufrennen noch Plätze gutmachen, bevor ich Bernhard schließlich im Wechselgarten den Transponder zur Zeitmessung übergab und ihn auf die Radrennstrecke schickte.

Ich war richtig erstaunt, wie schnell Axel seine zwei Schwimmrunden absolvierte und den Hang zum Wechselgarten hinauf gespurtet kam. Die erste Übergabe des Transponders im Wechselgarten klappte reibungslos. Im Vorfeld hatten wir uns im Team bereits darauf verständigt, dass der Wartende mit einem neongrünen Marker winken sollte.

Auf dem Rundkurs der Radstrecke landete ich zunächst einmal in einem Pulk von ca. 10 Fahrern, die wie die Wilden den ersten, lang gestreckten Berg herauf rasten. Ich nutzte die Gelegenheit, um im hinteren Teil der Gruppe durch eine hohe Trittfrequenz richtig in Fahrt zu kommen. Des Weiteren wollte ich mich durch den „Respekts-“ Abstand nach vorn aus der Schusslinie der z. T. etwas hektischen Fahrattacken bringen.

Bereits am zweiten Hügel mussten die meisten Startraser abreißen lassen und wurden nach hinten durchgereicht. Nachdem sich das Feld sortiert bzw. „bereinigt“ hatte, fand ich mich schließlich in einer Gruppe von vier Fahrern wieder.

Ich hatte für mich selbst beschlossen, dem Reglement insofern zu folgen, dass ich zwar nicht die vorgeschriebenen 10 m Abstand zum Vorausfahrenden einhalte, aber mich zumindest mit ca. 5 m (Sicherheits-) Abstand vor allem moralisch von meinen Vorfahrern mitziehen lasse.

Nach einer langen Geraden und einer leicht hügligen Abfahrt ging es schließlich zum ersten Mal zurück nach Roßbach. Meine Gruppe hatte zu diesem Zeitpunkt schon einige Fahrer überholt. Jetzt merkte auch ich, wie die Sonne trotz des Fahrtwindes unerbittlich in meinem Nacken brannte. Ich entleerte meine halbe, mit Wasser gefüllte Trinkflasche über mir und musste ernüchternd feststellen, dass der erfrischende Effekt nur von kurzer Dauer war. Zurück in Roßbach fuhren wir die kurvige und von Zuschauern gesäumte Dorfstraße mit so hohem Tempo entlang, dass man von der Stimmung rechts und links der Strecke leider nicht viel mitbekommen konnte. Die zweite Runde wurde für mich noch einmal zur besonderen Herausforderung. Die unerbittliche Hitze forderte schließlich im Schlussspurt ihren Tribut und so schaffte ich es nicht, meinen Abstand zu einer vorausfahrenden Gruppe von drei Fahrern zu halten. Mit restlos entleerter Wasserflasche erreichte ich schließlich den Wechselgarten in Roßbach und übergab dem wartenden Wolfgang den Transponder.

Die dritte Teildisziplin des Firmenteam Triathlons, das Laufen, war angesichts der hohen Temperaturen am Wettkampftag keine leichte Aufgabe für mich. Der Startzeitpunkt lag nicht in den kühleren Morgenstunden, sondern in der sengenden Mittagshitze. Aber ich sprach mir selbst Mut zu und dachte für mich, dass diese Aufgabe gleichermaßen vor allen Läufern lag. Über die Lautsprecher wurde vom Ver¬anstalter noch einmal darauf hingewiesen, den Lauf wegen der Hitze nicht zu schnell anzugehen. Und die Läufer taten gut daran, diesen Rat zu berücksichtigen. Ich für meinen Teil hielt mich daran und so war der erste Kilometer nach der Übernahme des Transponders mit Leichtigkeit erlaufen. Jedoch schneller als mir lieb war, bereiteten mir die hohen Temperaturen zunehmende Schwierigkeiten. Glücklicherweise wurden vom Veranstalter nach jedem Kilometer Wasserstellen eingerichtet und so konnte ich mich zumindest für den kurzen Moment mit dem dort gereichten Wasser erfrischen. Das Profil der Laufstrecke war durch die wechselnden Untergründe und Anstiege sehr ansprechend. Nachdem ich die erste Runde um den Hasse-See geschafft hatte, lief ich durch den Wechselgarten, wo die zahlreichen Zuschauer und Teammitglieder mit ihrem Applaus und Zurufen eine besondere Atmosphäre schafften. Auf jeden Fall habe ich dadurch die notwendige Motivation für die zweite Runde mitbekommen und so hieß es für mich Zähne zusammenbeißen und Kräfte einteilen. Nach einer anstrengenden zweiten Runde wurde ich unmittelbar vor dem Ziel von Bernhard in Empfang genommen und bis in das Ziel begleitet.

Durch seine Unterstützung konnte ich meine allerletzten Reserven mobilisieren, um den Wettkampf für das WTZ-Team mit einem Schlussspurt auf der Zielgeraden erfolgreich abzuschließen.

Im Zielbereich konnte man die Erleichterung der Teilnehmer, insbesondere der Läufer, förmlich ergreifen. Beflügelt vom Beifall der zahlreichen Zuschauer und ihrer Teammitglieder hatten sie auf der Schlussgeraden noch einmal alles gegeben. Da tat es gut, dass der Veranstalter den ausgepowerten Sportlern in der Auslaufzone mit Getränken, Kuchen und einer ordentlichen Portion Nudeln wieder auf die Beine half. Auch die WTZ-Sportler nahmen das Angebot dankend an und konnten sich nun auch endlich gemeinsam über das Erreichte freuen. Zum krönenden Abschluss ließen es sich die WTZ´ler nicht nehmen, den gelungenen Wettkampftag mit einer Abkühlung und Erfrischung im Hasse-See ausklingen zu lassen.

Mit einer Zielzeit von 1 Stunde 39 Minuten und 4 Sekunden hatte sich unser WTZ-Team den 27. Platz in der Gesamteinlaufreihenfolge im wahrsten Sinne des Wortes erkämpft. Und als wäre das nicht schon Grund genug zur Freude, landete das Team in der Altersgruppenwertung Männer 120+ mit dem 9. Platz sogar in der TOP 10.

Jeder Starter der 101 Teams konnte sich an diesem Tag als Sieger fühlen. Die hohen Temperaturen in diesem Jahr waren wirklich außergewöhnlich und verlangten den Sportlern alles ab. Der Triathlon Club Merseburg e.V. hat mit der Organisation und Ausrichtung der nunmehr 8. Auflage des Firmenteam Triathlons in Roßbach an der Hasse wieder einmal eine ansprechende und gelungene Sportveranstaltung auf die Beine gestellt. Die Resonanz unter den Sportlern und Zuschauern war gleichermaßen positiv.

Die „Motorenforscher am Limit“ bedanken sich bei dem Veranstalter und seinen zahlreichen Helfern und freuen sich ganz besonders darauf, im kommenden Jahr wieder im sportlichen Vergleich mit anderen Unternehmen an den Start zu gehen.

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