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Das Prinzip des Gegenkolbenmotors

- Geschichte und Zukunft?

Zu Beginn des Vortrages von Herrn Dipl.-Ing. Norbert Krümmling wurde die Geschichte des Gegenkolbenmotors vorgestellt. Hierbei hat Prof. Junkers eine entscheidende Rolle gespielt. In Dessau wurden nicht nur Stationärmotoren nach diesem Prinzip entwickelt, sondern auch Flugmotoren. Der bekannteste war der JUMO 205.

Bei der Entwicklung dieser Motoren gab es vor allem bei den Kolben große Schwierigkeiten, was sich auch im folgenden Zitat widerspiegelt: „Den uns bevorstehenden Leidensweg in der Kolbenentwicklung ahnten wir damals noch nicht, wenn auch die grundsätzlichen Schwierigkeiten und die Betriebsergebnisse mit dem FO 3-Kolben die Befürchtungen noch übertroffen haben ...„

Interessant waren die Entwicklungen des JUMO 223 und des JUMO 224 als Vier-Wellenmotor, die leider durch die Kriegswirren nicht mehr beendet wurden.

Jedoch ist die Entwicklung 1945 nicht zum Stillstand gekommen. Bis heute wurde und wird an dem Prinzip des Gegenkolbenmotors geforscht.

Bedeutender Motor nach dem Krieg war der Napier Deltic. Dieser kam zunächst in den Schnellbooten der Dark-Klasse zum Einsatz. Später lief er in der diesel-elektrischen Lokomotive für den schweren Schnellzugdienst innerhalb Großbritanniens in den Jahren von 1962 bis 1970.

Als Ausblick wurde eingeschätzt, dass der Gegenkolbenmotor durchaus auch heute noch seine Daseinsberechtigung hat, wenn man die Probleme der Kolben und der ölfreien Schmierung in den Griff bekommt.

In Anschluss an den Vortrag wurde der im WTZ stehende Junkers-Stationärmotor 3 HK 108 gestartet, der bis in die 90er Jahre hinein im Dessauer Krankenhaus als Notstromaggregat im Einsatz war. Hier konnte man die große Laufruhe dieses Motors beobachten.

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